Die ii–V–I in C-Dur auf der Gitarre

Die ii–V–I ist die häufigste Kadenz der Jazz- und Pop-Harmonik, und Dm7 – G7 – Cmaj7 ist ihre Grundform in C-Dur. Der ii-Akkord bereitet die Dominante vor, die Dominante baut mit ihrem Tritonus (B und F) Spannung auf, der I-Akkord löst sie auf. Alles Folgende ist aus den tatsächlichen Akkorden berechnet - dieselbe Logik gilt für jede Tonart, die du ins Tool eingibst.

Dm7 | G7 | Cmaj7

Akkordtöne

  • Dm7D – F – A – C1 – b3 – 5 – b7
  • G7G – B – D – F1 – 3 – 5 – b7
  • Cmaj7C – E – G – B1 – 3 – 5 – 7
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Verbindungen: G7Cmaj7

  • GGgemeinsamer Ton
  • BCHalbton aufwärts
  • FEHalbton abwärts
  • DEGanzton aufwärts

Gemeinsame Töne: G, B

Warum das funktioniert

Zusammengehalten wird die Kadenz nicht von den Grundtönen, sondern von den Guide Tones - Terz und Septime jedes Akkords. Bei Dm7 sind das F und C. Bei G7 sind es B und F: F bleibt aus Dm7 liegen, B kommt neu dazu und ist der Leitton der Tonart. Bei Cmaj7 sind es E und B: F fällt einen Halbton nach E, B bleibt liegen. Über drei Akkorde hinweg bewegen sich die beiden wichtigsten Stimmen also um insgesamt einen Halbton. Wenn deine Linie diese Töne auf den Taktanfängen trifft, ist die Progression schon ohne Begleitung hörbar - genau das zeigt dir die Griffbrettansicht.

So übst du das

Loope die Progression langsam (ca. 80 BPM, vier Schläge pro Akkord) und arbeite diese Schritte der Reihe nach durch.

Schritt für Schritt

  1. Spiele auf der Eins nur die Terz jedes Akkords: F über Dm7, B über G7, E über Cmaj7. Sonst nichts.
  2. Spiele auf der Eins nur die Septime jedes Akkords: C über Dm7, F über G7, B über Cmaj7.
  3. Verbinde beides: Beginne auf F über Dm7, halte es in G7 hinein (dort ist es die Septime) und löse es über Cmaj7 abwärts nach E auf.
  4. Improvisiere jetzt frei, aber lande in jedem Takt auf der Eins zwingend auf einem Akkordton. Das Griffbrett zeigt dir, welche Töne dafür infrage kommen.
  5. Verlege die ganze Übung in eine Griffbrettlage (Bünde 3–7 eignen sich gut), damit du aufhörst zu rutschen und anfängst zu hören.

Mit echten Lektionen üben

Du schaust dir die Halbtonauflösungen zwischen G7 und Cmaj7 an. Diese Lektionen trainieren genau diese Bewegungen.

Noch keine exakt passende Lektion vorhanden.

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Häufige Fragen

Welche Skala passt über die ganze ii–V–I in C-Dur?
Alle drei Akkorde sind leitereigen in C-Dur, eine einzige C-Dur-Tonleiter deckt also die komplette Progression ab. Genau darin liegt die Falle: Wer eine Skala durch alle drei Akkorde spielt, lässt die Akkordwechsel verschwinden. Nutze die Skala als Tonvorrat und die Akkordtöne als Ziele.
Warum zieht G7 so stark nach Cmaj7?
G7 enthält den Tritonus B–F. B will einen Halbton aufwärts nach C, F will einen Halbton abwärts nach E. Beide Auflösungen landen in Cmaj7 - der Akkordwechsel löst also zwei Spannungen gleichzeitig auf.
Muss ich die Akkorde als Septakkorde spielen?
Nein. Dm – G – C funktioniert harmonisch genauso. Die Septimen machen die Guide-Tone-Bewegung nur hörbar - deshalb sind sie beim Üben dieser Kadenz die übliche Voicing-Wahl.

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