Die Moll-ii–V–i in a-Moll
Bm7b5 – E7 – Am ist das Moll-Gegenstück zur ii–V–I. Zwei Dinge ändern sich, und beide sind entscheidend: Der ii-Akkord ist halbvermindert statt Moll-7, und der V-Akkord borgt sich einen Ton, der gar nicht in der Tonart vorkommt.
Akkordtöne
- Bm7b5B – D – F – A1 – b3 – b5 – b7
- E7E – G# – B – D1 – 3 – 5 – b7
- AmA – C – E1 – b3 – 5
Verbindungen: E7 → Am
- E → Egemeinsamer Ton
- G# → AHalbton aufwärts
- B → CHalbton aufwärts
- D → EGanzton aufwärts
Gemeinsame Töne: E
Warum das funktioniert
Natürliches a-Moll liefert Bm7b5 und Em7 - und Em7 hat keinen Leitton, löst also nicht auf. Die Korrektur, die den Klang der gesamten Moll-Harmonik prägt, ist die Erhöhung der siebten Stufe: Aus G wird G#, aus Em7 wird E7. Dieses G# ist der Leitton, einen Halbton unter A, und es ist der eine Ton, der die Kadenz landen lässt. Und beachte, was der halbverminderte Akkord auf dem Weg dorthin beisteuert: Seine b5 ist F, und F ist die b9 des folgenden E7 - die Dunkelheit der Tonart steckt schon im ersten Akkord. Zwischen Bm7b5 und E7 muss sich fast nichts bewegen; zwischen E7 und Am steigt G# nach A und D fällt nach C.
So übst du das
Die ganze Übung dreht sich um einen Ton. Mach G# zur Entscheidung, nicht zum Zufall.
Schritt für Schritt
- Loope Bm7b5 – E7 – Am, je vier Schläge, um die 90 BPM.
- Spiele im E7-Takt nur G# und D - den Tritonus. Lass Am kommen, ohne auf der Eins etwas zu spielen.
- Löse jetzt auf der Eins auf: G# aufwärts nach A. So lange, bis es zwingend klingt und nicht überraschend.
- Nimm F über Bm7b5 dazu und verfolge es durch die ganze Progression: F über Bm7b5, F als b9-Farbe über E7, E über Am.
- Erst danach frei improvisieren - und prüfen, ob in jedem E7-Takt noch ein G# vorkommt.
Mit echten Lektionen üben
Du schaust dir die Halbtonauflösungen zwischen E7 und Am an. Diese Lektionen trainieren genau diese Bewegungen.
Noch keine exakt passende Lektion vorhanden.
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Häufige Fragen
- Warum ist der ii-Akkord in Moll halbvermindert?
- Weil er auf der zweiten Stufe der natürlichen Molltonleiter steht. Terzschichtung ab B in a-Moll ergibt B – D – F – A: kleine Terz, verminderte Quinte, kleine Septime. Das ist ein m7b5-Akkord, auch Bø geschrieben.
- Woher kommt das G# in E7?
- Es stammt aus der harmonischen Molltonleiter, die die siebte Stufe genau deshalb erhöht, damit der V-Akkord einen Leitton bekommt. Ohne ihn hättest du Em7 - und Em7 zieht nicht nach Am.
- Kann ich einfach A-Moll-Pentatonik über alles spielen?
- Über Bm7b5 und Am ja. Über E7 arbeitet sie gegen den Akkord, denn A-Moll-Pentatonik enthält G, während E7 ein G# braucht. Dieser eine Ton ist der ganze Unterschied zwischen Spielen über die Akkorde und Spielen an ihnen vorbei.